
Über den Verlag
Solange die Löwen keine eigenen Historiker haben, werden die Geschichten von den Jägern geschrieben.
Die Idee zu Busyshadows
Die Idee für einen eigenen unabhängigen Verlag entstand aufgrund vieler kleinerer und größerer Projekte. Einerseits entstand der Verlag aus dem Wunsch, die vielen persönlichen Geschichten von Menschen, oft auf der Flucht, die wir seit Jahrzehnten hautnah mitkriegen und als „zines“ veröffentlichten, einem breiteren Publikum vorzustellen. Euch! Die Erzählerinnen sind Geflüchtete oder Migrantinnen, die ihre Geschichte teilweise selbst geschrieben haben und teilweise interviewt wurden. Andererseits sollen die vom busyshadows Verlag herausgegebenen Bücher beispielhaft lesbar machen, dass eine auf Respekt, Miteinander und Menschlichkeit basierende politische Praxis möglich ist und Spaß machen kann.
Auch Menschen, die teilweise jahrelang in Kontakt mit sozialer Arbeit waren, kommen zu Wort, zum Beispiel junge Erwachsene, die als Kinder ihre Elternteile im begleiteten Umgang getroffen haben oder – in Planung – ein Buch mit Gesprächen mit Menschen im Zusammenhang familien-rechtlicher Begutachtung. Auch in diesen Büchern geht es um die Entwicklung einer menschli-chen und respektvollen Praxis.
Der Verlag nutzt so weit wie möglich vorhandene Strukturen und eigene Fertigkeiten, um einer-seits die Preise der Bücher niedrig zu halten. Gleichzeitig versuchen wir zu ermöglichen, dass diejenigen, die ihre eigenen (Flucht-)Geschichten bei uns veröffentlichen, vom Verkaufspreis so viel wie möglich erhalten können.
Zum Schluss die Geschichte des Namens: Als wir am Ende des letzten Jahrtausends nach einem Namen für unseren Netzwerkserver suchten, erreichte uns eine Nachricht aus Ghana auf dem Anrufbeantworter: „I’m not able to get you, guys, you have Busyshadows.“ Wir konnten uns sofort identifizieren mit dem Bild der geschäftigen Schatten, sodass seitdem unser Netzwerk so heißt und nun auch dieser Verlag. Danke, Mr. Asampana!
Bereits woanders erschienene Bücher oder „Zines“
Keinen festen Boden unter den Füßen/Mir gehts heute ein bisschen gut!
Gaby Morales-Sanchez und Marily Stroux über das Leben auf den Wohnschiffen in Neumühlen
1995
Es ist leichter in den Himmel zu kommen als nach Europa – Blinde Passagiere
Reimer Dohrn, Marily Stroux, Brandes und Apsel
1998
Kinderspiele in der Stadt
Ihr habt die Uhren wir haben die Zeit Fotobuch M. Stroux
2000
Bei mir ist alles normal.
Fotoworkshops mit Flüchtlingskindern Brandes und Apsel, Marily Stroux u.a. im Rahmen des Wohnschiffprojekts Altona e.V.
2004
Bleiberecht und Schule ist ein Muss.
Das Recht auf Bildung, Roma Kinder in Hamburg, Marily Stroux mit Salijana und Marija im Rahmen der Bleiberechtskampagne für Roma
2007
Kupfer Gold und Silbentrennung
RAA Berlin, Wege zur Bildung und Arbeit für Sinti und Roma
2008
Bei uns ist es so
Marily Stroux, Karola e.V.
2012
The PIKPA Story – Eine Insel organisiert sich solidarisch
The village of all together, Olga Lafazani und Marily Stroux, Lesvos
2012
Solidarität mit den Protesten und sozialen Bewegungen in Griechenland!
Savas Metoikidis mit Photokollagen von Marily Stroux
2012
Journey back to Lesvos
Jugendliche ohne Grenzen und w2eu, Creating networks of solidarity and struggle for freedom of movement
2013/14/15
We want our Baba back!
Lesvos, Marily Stroux, Pashtu und ihre Kinder, w2eu
2014
Nasimgül – überlebende afghanische Mutter
Nasimgül, Marily Stroux, w2eu
2014
Der Brief von Arijana – Ein Romamädchen kämpft gegen ihre Abschiebung
Arijana an Bürgermeister Olaf Scholz im Rahmen der Bleiberechtskampagne für Roma
2015
All I need is Arbeitserlaubnis – Lampedusa in Hamburg Professions
Simone B. Borgstede und Marily Stroux mit Lampedusa in Hamburg
2016
Die rote Tasche, brennende Schuhe
und andere Geschichten von Frauen auf der Flucht, Marily Stroux, Lesvos, in Zusammenarbeit mit w2eu
2018
Lost at border
10 years memorials for the persons who died, Evros Lesvos, w2eu
2019
Reunite us now!
Kriminalisierung einer afghanischen Mutter, w2eu, Marily und Salinia Stroux im Rahmen einer Kampagne für Familienzusammenführung
2019
Letters to the world from Moria.
My pen wont break but borders will!, w2eu, Parwana Amiri und Salinia Stroux, Lesvos
2019
The Olive tree and the old woman
Parwana Amiri/Marily Stroux, w2eu
2019
10 years NO BORDER camp Lesvos
w2eu
2019
Shooting back- eine fotografische Antwort auf 28 Jahre Bespitzelung
M. Stroux
2020
Art crossing borders with Experts of the world unite!
Ritsona-Philipiada-Hamburg-Lüneburg
2022/23
Welcome to Greece
Information for refugee women in mainland Greece, w2eu, Salinia Stroux, Lucy Alper, llustrationen von Marily Stroux und Laily Mankour Infomobile Greece
2023
Wir werden noch tanzen!
Alltag in der Hafenstrasse 1983-1995, Junius Verlag, Simone B. Borgstede, Claus Petersen, Monika Sigmund mit Fotos von Marily Stroux,
2024
WIR.
Interviews mit Ehrenamtlichen in der Alte Villa Niendorf
2025
Reclaim the seas blog
Somali Piratenprozess in Hamburg, Protokolle und Zeichnungen aus den Prozesstagen
work in progress
Unsere Geschichten erzählen von Solidarität und Kraft!
Die Idee, einen eigenen Verlag zu gründen, entstand aus der Zusammenarbeit mit allen den in der Liste genannten Personen und Gruppen:
Arjan Haidari, Arijan, Beni Hossaini, Claus Petersen, Gabi Arthur, Hinrich Schultze, Laily Mankour, Layla, Lucy Alper , Marija, Monika Sigmund, Nasimgül, Olga Lavazani, Parwana Amiri, Pashtu und Kinder, Salinia Stroux, Salijana, Savas Metoikidis, Simone B. Borgstede sowie „Dorf der alle zusammen“ Lesvos, experts of the world unite!, Hamburger Bleiberechtskampagne für Roma, Infomobile Greece, Jugendliche ohne Grenzen, Karola e.V., Lampedusa in Hamburg, Welcome to Europe-w2eu, Wohnschiffprojekt Altona e.V.